Kapitel 17: Der Fuchs

Chapter 17: The Fox

 

 

 Kapitel 17: Der Fuchs


Embla und Jorin saßen nebeneinander auf der alten Bank hinter der Turnhalle, während Milo sich ruhig zwischen ihnen zusammenrollte und leicht döste, umgeben von den langen Schatten, die die tief stehende Sonne über den Hof warf und die Atmosphäre mit einem weichen, goldenen Licht erfüllten, das alles still und warm erscheinen ließ. Embla blätterte sanft und bedacht in ihrem Skizzenbuch, ihre Finger streiften langsam über die Seiten, während Jorin schweigend daneben saß und sie beobachtete, ohne zu sprechen, doch mit einer Aufmerksamkeit, die mehr sagte als Worte. Dann, fast beiläufig, brach Jorin das Schweigen mit einer ruhigen Stimme, die überraschend weich klang und eine Tiefe hatte, die Embla bisher nicht von ihm gehört hatte: „Ich hatte mal einen Fuchs.“ Embla hob den Blick von ihrem Skizzenbuch, ihre Augen offen und neugierig, und fragte leise: „Einen echten?“ Jorin nickte langsam, und begann von diesem besonderen Tier zu erzählen: „Er war verletzt, und ich habe ihn tief im Wald gefunden, damals, als ich noch im Norden lebte. „Sein Bein war gebrochen, und er hatte große Angst vor allem um ihn herum, aber trotz allem hat er mich nicht gebissen.“ Embla lächelte leise, während sie seinen Worten lauschte, und bemerkte, dass seine Stimme ruhig blieb, doch einen Tonfall annahm, der weich war und fast wie eine leise Sehnsucht klang. „Ich habe mich wochenlang um ihn gekümmert, habe ihn gepflegt, jeden Tag. Er hat nie einen Laut von sich gegeben, aber seine Augen – sie sprachen auf ihre eigene Weise, und blieben bei mir, auch als er wieder laufen konnte. „Nicht wie ein Haustier, sondern mehr wie ein Wächter, der bei mir blieb, um mich zu begleiten.“ Embla blickte ihn lange an, noch immer die Bilder des Fuchses vor Augen, und fragte leise, mit einer Stimme, die ihre Anteilnahme zeigte: „Wie hieß er?“ Jorin blickte für einen Moment nach oben, zum sanften Licht, das durch die Blätter fiel, und antwortete dann: „Ich habe ihm keinen Namen gegeben, denn irgendwann, eines Morgens, war er einfach weg. „Aber ich wusste, dass das so sein musste, denn er ist ein wildes Tier, das nicht für immer bleiben kann.“

 

 Chapter 17: The Fox

 


Embla and Jorin sat side by side on the old bench behind the gymnasium, while Milo curled up quietly between them, lightly dozing, surrounded by the long shadows cast by the low sun across the courtyard, filling the atmosphere with a soft, golden light that made everything feel still and warm. Embla gently turned the pages of her sketchbook, her fingers brushing slowly across them, while Jorin sat silently beside her, watching without speaking, yet with an attentiveness that spoke more than words. Then, almost casually, Jorin broke the silence with a quiet voice, surprisingly soft and carrying a depth Embla had never heard from him before: “I once had a fox.” Embla looked up from her sketchbook, her eyes open and curious, and asked softly, “A real one?” Jorin nodded slowly and began to speak of this special animal: “He was injured, and I found him deep in the forest, back when I lived in the north. His leg was broken, and he was terrified of everything around him, but even so, he never bit me.” Embla smiled gently as she listened to his words, noticing that his voice remained calm, yet took on a tone that was soft and almost sounded like quiet longing. “I cared for him for weeks, tended to him every day. He never made a sound, but his eyes – they spoke in their own way, and stayed with me even when he could walk again. Not like a pet, but more like a guardian who stayed to accompany me.” Embla looked at him for a long time, still holding the image of the fox in her mind, and asked softly, her voice full of empathy: “What was his name?” Jorin looked up for a moment, to the gentle light filtering through the leaves, and then answered: “I never gave him a name, because one morning, he was simply gone. But I knew it had to be that way, because he’s a wild creature, not meant to stay forever.”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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